Es grünt und blüht auf Melles „wilden Wiesen“

Zurück

Es grünt und blüht auf Melles „wilden Wiesen“

Umweltbüro der Stadt Melle lässt kontinuierlich Blühflächen anlegen – Blühwiese jetzt auch an der Hochzeitsallee

Mit dem Beitritt zum „Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ und einem entsprechenden Beschluss des Rates der Stadt Melle im Jahre 2018 erhielt das Umweltbüro grünes Licht für das Projekt „wilde Wiesen“. Seither lässt der städtische Umweltbereich in Abstimmung mit den zuständigen Fachämtern kontinuierlich Blühflächen anlegen – und zwar vorwiegend vom Fachpersonal des Baubetriebsdienstes.

Eine Augenweide: Die Blühfläche an der Weststraße in Melle-Mitte.Eine Augenweide: Die Blühfläche an der Weststraße in Melle-Mitte.© Stadt Melle„Die geschaffenen naturnahen, artenreichen und vielfältigen ,wilden Wiesen‘ bieten einen abwechslungsreichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere und erschaffen aufgrund ihrer bunten Artenvielfalt ein attraktives Wohnumfeld für die Bevölkerung“, betont Anke Kuddes vom Umweltbüro. Die Umstellung auf eine naturnahe Grünflächengestaltung erfordert jedoch Geduld und Verständnis in der Bevölkerung, da kurzfristige Erfolge nicht das primäre Ziel sind.

Dass Teile der Hochzeitsallee in diesem Jahr zur Blühwiese werden, freut Judith Fidler, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins Melle e. V.: „Die Hochzeitsallee ist vor vielen Jahren vom Stadtmarketingverein unter Beteiligung zahlreicher Meller Bürgerinnen und Bürger angepflanzt worden. Viele der rund 150 gepflanzten Bäume entlang der Else und dem Bakumer Kirchweg haben mittlerweile eine stattliche Größe erreicht. Das Anlegen der Blühwiese in Kooperation mit dem Umweltbüro ist eine schöne Ergänzung der Hochzeitsallee, die mit Bäumen aufgrund fehlender Fläche nicht mehr erweitert werden kann.“

An folgenden Standorten konnte erfreulicherweise im Monat Mai eine Aussaat erfolgen:

Standort

Stadtteil

Hochzeitsallee

Melle-Mitte

Grönenbergpark

Melle-Mitte

Parkdeck Dürrenberger Ring

Melle-Mitte

Städtischer Friedhof

Melle-Mitte

Grundschule

Neuenkirchen

Oberschule

Neuenkirchen

Wieboldstraße

Neuenkirchen

Orthöfen

Wellingholzhausen

Bürgerpark

Wellingholzhausen

Oberschule

Buer

Grundschule

Riemsloh

Schwalbenhotel/Busbahnhof

Riemsloh

„Einen aufschlussreichen Überblick aller städtisch angelegten ,wilden Wiesen‘ vermittelt die Übersichtskarte“, informiert Thilo Richter, Leiter des Umweltbüros. „Rund 70 Prozent aller Wildbienen legen ihre Nisthöhlen in sandigen Böden von lückigen Vegetationsbeständen an. Diese lückige Vegetationsnarbe beobachten wir häufig bei der Aussaat regionalen Saatguts. Dabei ist eine gleichmäßige Verteilung der einzelnen Blühflächen über das Stadtgebiet Melle wünschenswert, um Lebensräume miteinander zu vernetzen und somit die genetische Vielfalt zu erhalten. Das erscheint umso wichtiger vor dem Hintergrund, dass der Flugradius dieser Bienen meistens nur wenige 100 Meter beträgt.“

Diese Karte verdeutlicht die Lage der städtischen Blühflächen.Diese Karte verdeutlicht die Lage der städtischen Blühflächen.© Stadt MelleDie in den Jahren 2018 und 2019 angelegten Blühflächen sind hier angesiedelt:

Standort

Stadtteil

Kläranlage

Melle-Mitte

Parkplatz Engelgarten

Melle-Mitte

Eckgrundstück West-/Oldendorfer Straße

Melle-Mitte

Grundschule Eicken-Bruche

Melle-Mitte

Kläranlage

Neuenkirchen

Kläranlage Schiplage

Neuenkirchen

Engelbrecht-Skulptur

Neuenkirchen

Kläranlage

Gesmold

Lohstraße

Gesmold

Bifurkation

Gesmold

Sondermühlener Straße

Wellingholzhausen

Kläranlage

Wellingholzhausen

Kläranlage

Buer

Grundschule

Buer

Grünfläche am Kinderhaus

Buer

Wittenberger Straße

Bruchmühlen

Kläranlage

Bruchmühlen

Festplatz Herforder Straße

Riemsloh

Alte Sporthalle

Riemsloh

Parkplatz Feuerwehrhaus

Oldendorf

Ausgesät wurde größtenteils zertifiziertes, artenreiches, mehrjähriges Regiosaatgut aus dem Ursprungsgebiet 2 Westdeutsches Tiefland mit Unterem Weserbergland. Diese Mischungen gebietseigener Wildpflanzen werden innerhalb unserer Region gewonnen und vermehrt. Die Ausbringung von gebietseigenem Saatgut trägt zum Erhalt der heimischen Pflanzenvielfalt bei und hilft den hier beheimateten Insekten, die zum Teil stark auf die natürlicherweise vor Ort vorkommenden Pflanzenarten spezialisiert sind. Das Umweltbüro appelliert, Saatmischungen zu wählen, die dem Naturraum und dem Standort angepasst sind.

Wer selbst aktiv und Blühflächenpate werden möchte, sollte sich mit Anke Kuddes, Stadt Melle, Umweltbüro, Telefon 05422/965-373, in Verbindung setzen.

 

 

 

Meldung vom 05.06.2020