Stadt Melle lässt das Ehrenamt in Zeiten der Corona-Krise nicht im Regen stehen

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Stadt Melle lässt das Ehrenamt in Zeiten der Corona-Krise nicht im Regen stehen

Reger Austausch bei Zoom-Konferenz „Ehrenamt in der Covid-19-Pandemie“ unter Beteiligung von Vereinen, Verbänden und Initiativen – Bürgermeister Reinhard Scholz: Förderrichtlinie wird zurzeit erarbeitet – 100.000 Euro stehen zur Verfügung

Trotz der Corona-Krise und der damit verbundenen Einschränkungen herrscht bei einem Großteil der Vereine, Verbände und Initiativen im Grönegau eine optimistische Grundstimmung, was die Zeit nach der Pandemie anbelangt. So lautet die Quintessenz eines „runden Tisches“, zu dem Bürgermeister Reinhard Scholz und das Ehrenamtsbüro der Stadt Melle in Form einer Zoom-Veranstaltung eingeladen hatten. Das Motto der Konferenz: „Ehrenamt in der Covid-19-Pandemie.“

Informativer Austausch: Die Zoom-Konferenz „Ehrenamt in der Covid-19-Pandemie“ stieß auf eine positive Resonanz.Informativer Austausch: Die Zoom-Konferenz „Ehrenamt in der Covid-19-Pandemie“ stieß auf eine positive Resonanz.© Stadt Melle„Corona macht uns seit 14 Monaten sehr zu schaffen – und davon betroffen sind auch alle Bereiche des Ehrenamts“, machte Bürgermeister Reinhard Scholz in seiner Begrüßungsansprache deutlich. Was Vereine, Verbände und Initiativen seit mehr als einem Jahr mitmachten, sei „starker Tobak“. Und es drohe so manches auseinanderzubrechen. Deshalb sei es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen, um Sorgen und Nöte aufzuzeigen und Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft zu diskutieren.

Der Verwaltungschef machte im weiteren Verlauf seiner Ausführungen deutlich, dass das Ehrenamt in der Stadt Melle mit mehr als 400 Vereinen, Verbänden und Gruppen ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens ist. „Uns geht es heute darum: Was können wir für Sie tun, und was können Sie für sich tun, um durch diese schweren Zeiten zu gelangen“, sagte Reinhard Scholz an die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zoom-Konferenz gerichtet.

Anschließend stellte Katja Rauer die Arbeit des Ehrenamtsbüros der Stadt Melle vor. Es folgte ein interaktiver Vortrag über die Vereinsumfrage des Rückenwind e.V. zur Lage der Vereine in der Corona Pandemie aus dem Herbst 2020. Immer wieder wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung durch von Sophie Franke vorbereitete Live-Fragen aktiv einbezogen – und am Ende entstand ein gutes Bild der aktuellen Situation in den Meller Vereinen, die in weiten Teilen mit den Ergebnissen der Rückenwindumfrage korreliert.

In Kleingruppen wurden dann die Herausforderungen, Wünsche und konkreten Unterstützungsbedarfe besprochen. Hierbei handelt es sich vor allem um den Wunsch nach Fortbildungsangeboten zum Umgang mit digitalen Medien, aber auch anlassbezogenen Austauschmöglichkeiten wie dieser „runde Tisch“. „Die Ergebnisse werden nun im Ehrenamtsbüro genutzt, um auf den Wünschen der Vereine basierende Folgeveranstaltungen anzubieten“, stellte Katja Rauer fest.

Astrid Voss, Leiterin des städtischen Kultur- und Tourismusbüros, stellte den Vereinen in ihrem Vortrag einige aktuelle Förderprogramme vor, zu denen sich die Vereine von den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern der Stadt Melle und im Ehrenamtsbüro individuell beraten lassen können.

Bürgermeister Reinhard Scholz würdigte zum Abschluss der Veranstaltung das ehrenamtliche Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und sicherte ihnen die Unterstützungsbereitschaft der Stadt Melle zu. „Diese Bereitschaft wird auch in der vom Rat der Stadt Melle während der jüngsten Sitzung diskutierten finanziellen Unterstützung für Meller Vereine deutlich, die durch die Pandemie in finanzielle Notlagen geratenen sind. Hier steht eine Fördersumme mit einem Gesamtvolumen von 100.000 Euro zur Verfügung, für die gerade in den politischen Gremien eine entsprechende Förderrichtlinie erarbeitet wird“, so der Verwaltungschef. Darüber hinaus bot Reinhard Scholz den Vereinen an, für große Zusammenkünfte wie die jährliche Mitgliederversammlung einen Zoom-Link über die Stadt zu erstellen und die Vereine auf diese Weise bei der Handhabung zu unterstützen.

Die Moderatorin der Zoom-Konferenz, Tanja Föhr, beendete den „runden Tisch“ in gewohnt unterhaltsamer und professioneller Weise, in dem Sie eine Live-Zeichnung der Ergebnisse anfertigte und durch gezielte Ansprache der Teilnehmerinnen und Teilnehmer deren durchweg positive Rückmeldungen zur gerade erlebten Veranstaltung festhielt.

Meldung vom 26.04.2021