Projekt „Lastenräder“ nimmt in der Stadt Melle Fahrt auf

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Projekt „Lastenräder“ nimmt in der Stadt Melle Fahrt auf

Neue Förderrichtlinie für Kinder-Fahrradanhänger, Lastenräder und Lastenpedelecs ist in Kraft getreten

Die Stadt Melle setzt sich für eine nachhaltige und umweltverträgliche Mobilität ein und möchte die Zahl der Autofahrten im Stadtgebiet verringern. Dieses betrifft nicht nur den klassischen Arbeitsweg, sondern es sollen möglichst viele Fahrten mit Kindern, für den Einkauf und in der Freizeit aufs Rad verlagert werden. Mit einem eigenen Förderprogramm unterstützt die Stadt Melle den Erwerb von Lastenrädern, Kinder-Fahrradanhängern und Lastenpedelecs finanziell.

Die von der Stadt Melle geförderten Lastenfahrräder werden einen solchen Aufkleber tragen.Die von der Stadt Melle geförderten Lastenfahrräder werden einen solchen Aufkleber tragen.© Stadt Melle„Der Radverkehr kann eine wesentliche Säule der Nahmobilität sein und motorisierte Individualverkehre zum Teil ersetzen“, sagt der Leiter des städtischen Umweltbüros, Thilo Richter. Gerade in einer Flächenkommune wie Melle seien jedoch oft längere Strecken zurückzulegen, die in den hügeligen Gebieten des Teutoburger Waldes und des Wiehengebirges zum Teil körperlich herausfordernd sind. Neben den topografischen Herausforderungen sei das Fahrrad jedoch im Alltag beim Transport von schweren und sperrigen Gütern oft unbequem.

Hier setzt die neue Förderrichtlinie an: Lastenräder oder elektrisch betriebene Lastenräder können dann eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr bieten und entlasten darüber hinaus die zentralen und verdichteten Einkaufsbereiche vom Autoverkehr. Auf dieser Grundlage fußend, fördert die Stadt Melle die Anschaffung von Kinder-Fahrradanhängern, Lastenrädern und Lastenpedelecs und unterstützt damit Bürgerinnen und Bürger mit der Absicht, klimafreundlicher unterwegs zu sein. Zielgruppe der Richtlinie sind Bürgerinnen und Bürger der Stadt Melle, eingetragene Vereine sowie Kleinstunternehmer und Freiberufler.

Die Förderrichtlinie trat am 1. Mai 2021 in Kraft. Das Förderprogramm sowie das Antragsformular erhalten Interessierte unter www.melle.info/radverkehrsfoerderung oder beim Umweltbüro der Stadt Melle. „Eine Antragstellung ist ab sofort möglich. Verfahren wird nach dem Windhund Prinzip – das bedeutet, dass der zeitliche Eingang vollständiger Anträge die Reihenfolge bestimmt“, erläutert Thilo Richter. Nach Eingang des Antrags erhielten die Antragsteller werktags eine Eingangsbestätigung.

„Bitte berücksichtigen Sie, dass ein positiver Bescheid erst nach Genehmigung des städtischen Haushaltes erteilt werden kann“, erklärt der Umweltbeauftragte. Dieser Bescheid sei eine Voraussetzung für eine Förderung und müsse vor dem Erwerb des Fördergegenstandes vorliegen.

Das Gesamtbudget dieser Richtlinie beträgt jährlich 30.000 Euro und verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Förderschwerpunkte:

  • Förderung von Kinder-Fahrradanhängern: Das Förderbudget beläuft sich hier auf 3.000 Euro.
  • Förderung von Lastenrädern: In dieser Kategorie umfasst das Förderbudget 10.000 Euro.
  • Förderung von Lastenpedelecs: In diesem Fall sieht die Richtlinie ein Förderbudget in Höhe von 17.000 Euro vor.

Wichtig: Gefördert wird ausschließlich der Kauf von neuen oder gebrauchten Lastenrädern beziehungsweise Lastenpedelecs sowie der Kauf von neuen Kinder-Fahrradanhängern – und zwar bei einem Unternehmer. Die Höhe der Zuwendung beträgt für den/die Antragsberechtigte/n insgesamt 25 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 150 Euro für Kinder-Fahrradanhänger, 500 Euro für Lastenräder und 1.000 Euro für Lastenpedelecs.

Weitere Auskünfte erteilt Klaus Lichy, Umweltbüro der Stadt Melle, Telefon 05422/965-374, E-Mail Radverkehr@stadt-melle.de.

Meldung vom 03.05.2021