Dorfdialog Oldendorf: Die große Gemeinschaft als i-Tüpfelchen

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Dorfdialog Oldendorf: Die große Gemeinschaft als i-Tüpfelchen

Projekt startet mit digitalem Heimat-Check zu den Stärken der Ortsteile

Besondere Herausforderungen bedürfen besonderer Lösungen: Genau darum geht es beim Dorfdialog in Oldendorf. Die Herausforderung bringt Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn auf den Punkt: „Es gibt tolle Gemeinschaften in unseren fünf Ortsteilen Föckinghausen, Niederholsten, Oberholsten, Oldendorf und Westerhausen – jetzt geht es ums i-Tüpfelchen: die ganz große Gemeinschaft!“

Heimat-Check: Der Startschuss zum Dorfdialog in Oldendorf ist gefallen.Heimat-Check: Der Startschuss zum Dorfdialog in Oldendorf ist gefallen.© pro-t-inUnter Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger sowie der zahlreichen Vereine und Institutionen soll darüber diskutiert werden, wie die Dorfgemeinschaft sich ihren Wohnort Melle-Oldendorf in 20 Jahren vorstellt. Gemeinsam soll ausgelotet werden, welche Stärken die einzelnen Ortsteile einbringen, wofür sie stehen und wie sich alle zusammen zukunftsfähig aufstellen können, wobei sich jede Ortschaft treu bleibt und ihren individuellen Charakter behält.

Um vielen Bürgerinnen und Bürgern gleich am Anfang die Möglichkeit zu geben, ihren Blick auf Melle-Oldendorf sichtbar zu machen, beginnt der Dorfdialog mit einem digitalen Heimat-Check. Die Online-Umfrage läuft vom 3. bis zum 20. Juni. Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn hofft auf diesem Wege zu erfahren, „wie die Basis denkt“. Und: „Dass auch junge Leute sich äußern: Was fehlt hier? Was denkt ihr? Was wünschen sich junge Familien?“

Gemeinsam mit den Vertretern der großen Vereine, Siegfried Hehemann vom SV Oldendorf und Ingo Dependahl vom TSV Westerhausen, wirbt sie für die Online-Umfrage und den gesamten Dialogprozess. „Allen Engagierten die Möglichkeit geben, Interessen zu bündeln, sich gegenseitig zu unterstützen und so Gruppen wie Persönlichkeiten zu stärken, das erhoffe ich mir“, sagt Ingo Dependahl. Siegfried Hehemann hat diejenigen im Blick, die am Rande stehen und sich bisher nicht in die Gemeinschaft einbringen, das Engagement Anderer aber kritisch begleiten. „Sie einzubinden in die Vereine, das wäre ein Ziel“, sagt er.

„Beide Aspekte sind gut und wichtig“, betont Karin Kattner-Tschorn, „die größte Herausforderung vor dem Hintergrund unserer verschiedenen Ortsteile wird es aber wohl sein, möglichst viele zu erreichen. Ich möchte, dass die Leute merken: Wir sind EIN Stadtteil!“

Dafür wird – da sind sich die drei einig – der Kommunikation eine Schlüsselrolle zukommen: „Wir werden auch auf die neuen sozialen Medien zurückgreifen müssen“, so Kattner-Tschorn. „Eine gemeinsame Plattform wäre wichtig“, ergänzt Ingo Dependahl. Und genau die soll im ersten Schritt der Dorfdialog sein. Mit Bauzaun-Bannern und „Mund-zu-Mund-Propaganda“ auch via WhatsApp, Facebook und Instagram wird in den nächsten Wochen der digitale Heimat-Check beworben. „Auch wenn wir nicht alle erreichen werden, bin ich sehr optimistisch“, sagt Karin Kattner-Tschorn. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Im weiteren Verlauf gilt es, die Vereine und Institutionen zu beteiligen und für die Mitgestaltung möglicher Gemeinschaftsprojekte zu gewinnen. „Vielleicht können wir den „Baum des Jahres“ auf einem Areal zu einem kleinen Wäldchen heranwachsen lassen, das gleichzeitig zu einem Ort der Begegnung wird“, skizziert die Ortsbürgermeisterin eine erste Idee.

Über den anstehenden Dorfdialog sagt sie: „Uns im Ortsrat scheint dieser Weg der Ideensammlung und des Austauschs eine gute Möglichkeit zu sein, um das Ortsteildenken aufzubrechen. Dabei ist klar: Dialog braucht Zuhören und eine Streitkultur – die wollen wir fördern. Man muss nicht einer Meinung sein, aber man muss miteinander reden können.“
Das sieht auch Siegfried Hehemann so: „Sich auseinandersetzen und Menschen gewinnen, indem man ihnen sagt: „Ich traue dir das zu!“ – das ist dabei für ihn der richtige Weg. Und Ingo Dependahl? Er möchte die Leute motivieren, mitzureden und sich zu engagieren: „Die Botschaft heißt: Tu was!“

Infos und digitaler Heimat-Check sind abrufbar unter www.melle.info/dorfdialog.

Hier geht's zur Online-Umfrage:

www.umfrageonline.com/s/Heimatcheck_Oldendorf

Der Ortskern von Oldendorf aus der Vogelperspektive.Der Ortskern von Oldendorf aus der Vogelperspektive.© Thomas Strathmann / Atelier am Markt

Meldung vom 03.06.2021